Dienstag, 22. Juli 2014

Heute habe ich die ehemalige Heeresbahnstrecke von Hyrynsalmi nach Kuusamo gesucht (Kentärata)



 Etwas Geschichte dazu:

während des Zweiten Weltkrieges errichteten die Deutschen ein 178 Kilometer langes Gleis von Hyrynsalmi nach Kuusamo im Norden. Die Inbetriebnahme der Bahn erfolgte im September 1943.
Die Strecke war die einzige deutsche Heeresfeldbahn die in 750 mm Spurweite gebaut wurde.
Um damals die Verbündeten zu stärken, setzte Hitler die 20. Gebirgsarmee, unter Generaloberst Dietl, ein. Deshalb musste die Versorgung der Truppe zu verbessern wurde, ab Mai 1942, eine Heeresfeldbahn von Hyrynsalmi nach Kuusamo im Norden gebaut.
Ausgeführt (Organisation Todt wurde der Bau durch das Eisenbahn Pionier Bataillon 13.

Erbauer waren hauptsächlich russische und polnische Kriegsgefangene und deutsche politische Gefangene. Die Arbeitsbedingungen waren extrem schlecht, die Behandlung der Gefangenen unmenschlich was viele Menschenleben kostete. Mensch und Material wurden hier bis aufs äußerste belastet und die Strecke wurde auch als „das Gleis des Todes“ genannt. In Isokumpu, wo sich heute ein Denkmal befindet (Foto) waren die Isokumpu Station, die Maschine Hallen, eine Schmiede und ein Gefängnislager. Man findet hier und ds Schrott, Metall und Gefangenen Gräber, unter anderem im Bereich Suomussalmen, Vääkiön und in der Nähe von Leino.

Die deutschen Truppen zogen sich bis Januar 1945 nach Nordnorwegen zurück, der Betrieb auf der Bahn kam wahrscheinlich schon Monate vorher zum Erliegen.
bei dieser Baari in Metsäkylä habe ich beim Besitzer  interesante Info erhalten. Er hat viele alte Fotos aus dieser Zeit.

Alte Fundamente entlang der Linie

Eine Inschrift am Baum. Kann ich nicht lesen!


Eines der Gräber im Wald entlang der ehemaligen Heeresbahnlinie (Jokijärvi). die Strasse Heponkangantie.


Wer mehr Infos sucht:
- Andreas Knipping/Reinhard Schulz
  Reichsbahn hinter der Ostfront
  1941 - 1944
  Transpress Verlag
  Stuttgart 1999

- Alfred B. Gottwaldt
  Heeresfeldbahnen
  Motorbuch Verlag
  Stuttgart 1986

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